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Gottesdienste und Sakramente

Taufe

Die Kindertaufe wird grundsätzlich in einem eigenen Taufgottesdienst in der Pfarrkirche oder aus bestimmten Gründen auch in unserer Mariensteiner Kirche. Wenn Sie eine Taufe für Ihr Kind wünschen, wenden Sie sich bitte rechtzeitig vor dem angedachten Fest an Ihr Pfarrbüro. Dort vereinbaren Sie einen Tauftermin und einen Termin für das Taufgespräch. Des Weiteren benötigen wir eine Kopie der Geburtsurkunde, ggf. Ihr Familienstammbuch für die Eintragung der Taufe und in Waakirchen ein Photo des Täuflings, das in der Kirche aufgehängt werden kann. Ein guter und sinnvoller Brauch ist es, dass die Eltern dem Kind eine Patin/einen Paten zur Seite stellen. Sie oder er soll das Patenkind auf dem Lebensweg begleiten, es im Glauben mittragen und hinführen zu einem Leben in der Gemeinschaft der Kirche. Bitte beachten Sie, dass es daher dem Wesen des Patenamtes entspricht, dass die Patin/der Pate getauft und Mitglied der katholischen Kirche ist. Evangelische Christinnen und Christen können als Taufzeugin oder –zeuge fungieren. Eine sog. Patenbescheinigung wird nicht verlangt.

Wenn Sie als Erwachsener getauft werden möchten, wenden Sie sich bitte an Ihr Pfarrbüro. Die Erwachsenentaufe erfordert in der Regel eine Zeit der Vorbereitung, die eine Einführung in den Glauben und das Glaubensleben beinhaltet. Diese kann auch beispielsweise durch Ehepartner, Freunde oder Familienmitglieder geschehen. Alle Informationen erhalten Sie über Ihr Pfarrbüro bei unseren Seelsorgern.

Eucharistie und Kommunion

Kommunion

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“, hat Jesus seine Jünger aufgefordert, als er zum letzten Mal vor seinem Tod und seiner Auferstehung Mahl mit ihnen hielt. Ein Vermächtnis, das wir Christen möglichst Sonntag für Sonntag erfüllen, wenn wir Kommunion (von lat. communio = Gemeinschaft), also Mahlgemeinschaft mit Jesus und untereinander feiern.

Erstkommunion

Erstmals voll an dieser Mahlgemeinschaft teilnehmen können die Kinder der 3. Klassen. Deren feierliche Erstkommunion findet in unserem Pfarrverband an den Sonntagen zwischen Ostern und Pfingsten. Die Einladung zur Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Anmeldung erhalten alle Kinder, die die Grundschule Waakirchen besuchen sowie alle Kinder, von denen wir wissen, dass Sie bei uns leben. Bitte melden Sie sich, sollte Ihr Kind keine Einladung bekommen haben, im Pfarrbüro.

Ab Mitte/Ende Januar bereiten sich die Kinder dann in Kleingruppen auf das Fest ihrer Erstkommunion vor. Für die Leitung dieser Gruppen suchen wir Mütter bzw. Väter von Kommunionkindern, die sich vorstellen können, jeweils etwa 5 Kinder in mehreren Gruppenstunden auf den Empfang der Heilige Kommunion vorzubereiten. Dazu wird ihnen ein ausgearbeitetes Konzept zur Verfügung gestellt, das im Rahmen von begleitenden Treffen zusätzlich erläutert wird. Neben den Gruppenstunden findet für die Kinder Fest der Versöhnung statt, in dessen Rahmen die Kinder zur Erstbeichte gehen.

Krankenkommunion

„Ist einer von euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich.“ (Jak 5,14) Seit jeher pflegt die Kirche auch die Gemeinschaft mit ihren kranken oder alten Gemeindemitgliedern. Sichtbares Zeichen dafür ist die Überbringung der Krankenkommunion. Sollte es Ihnen daher aufgrund einer Erkrankung oder mangels Mobilität nicht möglich sein, die Heilige Messe zu besuchen, Ihnen aber doch daran gelegen sein, die Eucharistie zu empfangen, wenden Sie sich bitte an eines unserer Pfarrbüros. Ein Seelsorger wird dann zu Ihnen nach Hause kommen, um Ihnen die Heilige Kommunion zu bringen; wo möglich, auch gern im Kreis Ihrer Angehörigen.

Firmung

Firmung heißt Bestärkung. Im Sakrament erbitten wir, dass der Heilige Geist die Firmlinge stärkt und ihnen die Kraft gibt, um ihr Leben und ihr Glaubensleben zu meistern. Sie bedeutet, dass die Gaben des Heiligen Geistes den Heranwachsenden Orientierung in der Sinnsuche sowie Selbstbewusstsein und Stärke bringen und für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu einem ehrfürchtigen und vertrauensvollen Menschen- und Gottesbild führen. Diese Mitteilung des Heiligen Geistes geschieht in der Gemeinschaft der Kirche durch die Handauflegung und Salbung durch den Firmspender. In unserem Pfarrverband findet die Firmung in der  Regel alle zwei Jahre, in den sog. geraden Jahren, statt. Der Termin wird uns vom Weihbischof mitgeteilt. Wir versuchen, möglichst alle Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse zu Beginn des Schuljahres einzuladen. Bitte melden Sie sich, sollten Sie keine Einladung bekommen haben. Die Vorbereitung geschieht durch Gruppenstunden mit je ca. fünf Firmlingen, die meistens die Eltern der Firmlinge durchführen. Ausgearbeitete Konzepte stehen zur Verfügung. Zur Firmvorbereitung gehört auch, das Sakrament der Versöhnung im Rahmen eines Beichtgespräches zu empfangen. Es ist ein sehr sinnvoller Brauch, dass sich der Firmling einen Firmpaten/eine Firmpatin sucht. Dieser/-r soll den Firmling auf dem Lebensweg begleiten und auf den Weg zu einem Leben aus dem Glauben unterstützen. Deshalb müssen Firmpaten getauft und Mitglied der katholischen Kirche sein.  Die nächste Firmung findet im Jahr 2020 statt.

Ehe

Die Ehe ist für uns ein Sakrament, d.h. unmittelbares Wirken Gottes am Menschen. Die Ehepartner versprechen sich in völliger Freiheit gegenseitige Liebe und Treue ihr Leben lang. Dann empfangen Sie den Segen Gottes. Den angedachten Hochzeitstermin für die Spendung des Ehesakraments bzw. die Feier der Trauung klären Sie bitte rechtzeitig im Pfarrbüro. Für die Eheanmeldung benötigen wir einen Taufschein (nicht älter als sechs Monate), sofern Sie nicht in Waakirchen oder Schaftlach getauft wurden. Dort vereinbaren Sie auch einen Termin für ein Gespräch zur Ehevorbereitung, dem meistens noch ein zweites Gespräch folgt. Dort besprechen wir auch genau den Ablauf der Trauung. Für fragen den Kirchenschmuckes wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Mesner, die Nummer bekommen Sie im Pfarrbüro. Für die musikalische Gestaltung können Sie sich auch gerne an unsere Chorleiter Herrn Sommer oder Frau Schütz wenden.

Krankensalbung

Die Krankensalbung wurde und wird bis heute zu Unrecht oft als „Sterbesakrament“, als „Letzte Ölung“ bezeichnet. Damit wird dieses besonders schöne Sakrament missverstanden. Man sollte diese Begriffe nicht mehr verwenden. Das Sakrament der Krankensalbung ist nicht nur für jene da, die bereits vom Tod gekennzeichnet sind, wie früher oft behauptet wurde, und schon gar nicht für die, die bereits verstorben sind. Die Krankensalbung ist vielmehr ein Sakrament des Lebens und der Hoffnung für unsere Kranken.

Es gibt viele Situationen und Lebensumstände, in denen die Krankensalbung sinnvoll, gut und angeraten ist, zum Beispiel vor einer größeren Operation; wenn jemand länger oder dauerhaft krank ist; bei jeder ernsthaften Erkrankung; wenn jemand alt und gebrechlich ist. Eingeladen zum Empfang der Krankensalbung sind aber auch alle, die in einem Zustand leben, der krank macht, zum Beispiel Mobbing am Arbeitsplatz; das Gefühl von Einsamkeit; die Trauer über einen Verlust; eine Sucht oder ein Zwang; die Angst vor der Zukunft; jede Form von seelischen Schmerzen und vieles andere mehr..

Beerdigung

Das kirchliche Begräbnis gehört nicht zu den sieben Sakramenten, sondern als Werk der Barmherzigkeit zu den so genannten Sakramentalien. Im Fall der Trauer und bei allen Fragen zu Sterben, Tod, Trauergottesdienst bzw. Requiem und Beerdigung stehen Ihnen unsere Seelsorger gern zur Verfügung.

Der konkrete Termin und Ort für die Beerdigung oder die Verabschiedung zur Feuerbestattung bzw. Urnenbeisetzung wird wie auch der Trauergottesdienst über die Beerdigungsinstitute mit uns vereinbart. Einer unserer Seelsorger meldet sich dann bei Ihnen als Angehörigem, um in einem persönlichen Trauergespräch alles zu klären, was für ein würdiges und gutes Abschiednehmen notwendig ist. Grundsätzlich bieten wir folgende Möglichkeiten für das kirchliche Begräbnis:

  1. Requiem (Heilige Messe mit Kommunionausteilung) in einer unserer Kirchen mit Ansprache. Anschließend Aussegnung am Sarg (in der Kirche oder an der Aussegnungshalle) und Beerdigung oder Urnenbeisetzung bzw. Verabschiedung zur Feuerbestattung.
  2. Wortgottesdienst in einer unserer Kirchen mit Ansprache. Anschließend Aussegnung am Sarg (in der Kirche oder an der Aussegnungshalle) und Beerdigung oder Urnenbeisetzung bzw. Verabschiedung zur Feuerbestattung.
  3. Trauerfeier an der Aussegnungshalle mit Ansprache und Beerdigung oder Urnenbeisetzung bzw. Verabschiedung zur Feuerbestattung.

Sakrament der Versöhnung

 

Vergebung ist im christlichen Glauben ein Schlüsselbegriff und sogar Teil des Vaterunsers: „Und vergib und unsere Schuld, wie auch wir Vergeben unsern Schuldigern“ In unmittelbarer Form empfangen Sie die Vergebung im Sakrament der Versöhnung, weithin auch Beichte genannt. Im Rahmen eines Gespräches, entweder im anonymen Beichtstuhl oder in einem Beichtgespräch, empfangen alle, die ihre Sünden bekennen und bereuen, Gottes Vergebung, so wie der barmherzige Vater seinem verlorenen Sohn vergibt. Dieses Sakrament schenkt dem Menschen die Freiheit zurück, die ihm von Gott gegeben war. Die Kinder werden im Rahmen der Erstkommunion an das Sakrament der Versöhnung herangeführt. Die Firmlinge empfangen das Sakrament im Rahmen ihrer Firmvorbereitung. Wenn Sie das Sakrament der Versöhnung empfangen wollen, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit dem Pfarrer. Generell wird die Beichtgelegenheit vor Ostern und vor Weihnachten angeboten. Sie haben auch die Möglichkeit, vor Weihnachten und Ostern einen Bußgottesdienst zu besuchen. Ort und Zeitpunkt werden im Gottesdienstanzeiger veröffentlicht.

Sakrament der Weihe

Seit antiker Zeit kennt die Kirche das Weihesakrament, durch das die Kirche in der Kraft des heiligen Geistes Menschen in die Nachfolge Jesu beruft. Heute kennen wir das dreigestufte Weihesakrament: Bischof, Priester und Diakone. Wenn Sie Interesse an einem dieser Lebenswege haben, wenden Sie sich bitte an unsere Seelsorger oder an Berufe der Kirche München. Dort erhalten Sie auch Informationen zu weiteren Seelsorgsberufen (Pastoralreferent/-in, Gemeindereferent/-in) und Berufen in der Kirche, außerdem können Sie sich über ein Leben im Kloster informieren.